Favoritensiege bei Friesenheimer Pokalturnier

Friesenheim.

Beim traditionellen Fronleichnamsturnier in der Günter-Braun-Sporthalle in Friesenheim haben sich sowohl im Damen- als auch im Herrendegen die Favoriten durchgesetzt und ihre Vorjahres-Titel verteidigt. TSG-Fechterin Renate Alles gelang im Feld von 16 Starterinnen der Heimsieg. Bei den Herren setzte sich bereits zum vierten Mal in Folge der Darmstädter Johannes Wiesemann durch, unter 38 Teilnehmern.

Nach zwei Vorrunden kämpften die Damen in einem Sechser-Finale um Edelmetall. Bemerkenswert war, dass alle vier Friesenheimer Starterinnen dank guter Vorrunden-Ergebnisse den Einzug ins Finale geschafft hatten. Der Turniersieg war hart umkämpft, doch wie schon im Vorjahr machten am Ende Renate Alles und Danielle Trittelvitz (TG Rohrbach) den Sieg unter sich aus. Beim Stand von 4:4 musste der letzte Treffer entscheiden, und erneut war es Alles, die sich durchsetzte und den Friesenheimer Pokal gewann. Auf Rang drei folgte Svenja Vogt (VT Zweibrücken), Rang vier bis sechs belegten die TSG-Fechterinnen Bettina Fichtel, Carolin Breitwieser und Sonja Tippelt.

Ritthaler chancenlos gegen Turniersieger

Bei den Herren erwischte Gernoth Ritthaler einen mäßigen Vorrunden-Start mit zwei knappen Siegen bei zwei Niederlagen. Das Ergebnis reichte gerade so zum Weiterkommen, als 24. von 25 Aufsteigern. In seiner stark besetzen Zwischenrunde mit dem späteren Turniersieger Johannes Wiesemann sowie dem Ranglisten-Ersten Thilo Liebhaber kam er deutlich besser zurecht, erreichte drei Siege, einen davon mit 5:2 gegen Wiesemann.

Im 16er K.o. traf Ritthaler auf Nils-Frederik Schumacher (TG Rohrbach). Der Kampf verlief sehr ausgleichen, mit immer wieder wechselnder Führung. Im letzten Drittel ging sein Gegner mit 14:12 in Führung, doch Ritthaler behielt die Nerven, glich in den letzten Sekunden aus und machte in der Verlängerung kurzen Prozess mit seinem Gegner. Das anschließende Viertelfinale gegen Wiesemann ging mit 14:6 deutlich an den Darmstädter, Ritthaler beendete das Turnier als Achter. Wiesemann hingegen marschierte weiter bis ins Finale und bezwang dort seinen Team-Kollegen Andre Schmitt. Er holte damit im vierten aufeinander folgenden Jahr den Pokal. Für die TSG auf den weiteren Plätzen: 21. Julian Hubach, 24. Holger Gundlach, 35. Michael Stängle

Cédric Tippelt wird Pfalzmeister

Zeitgleich zum Friesenheimer Pokalturnier fanden in Bad Kreuznach die Rheinland-Pfalz-Meisterschaften der A-Jugend statt, als gemeinsame Meisterschaften der Fechtverbände Mittelrhein und Südwest. TSG-Nachwuchsfechter Cédric Tippelt war als B-Jugendlicher einer der Jüngsten im Feld, trumpfte aber groß auf. Nach der Vorrunde stand er bereits auf Platz der Setzliste der Direktausscheidung. Nervenstärke zeigte er in seinem ersten K.o.-Gefecht gegen Vincent Lingemann (TG Mainz-Gonsenheim), als er einen 13:14-Rückstand in einen15:14-Sieg umwandelte. Gegen seinen Finalgegner Joscha Vogel (KHC Bad Kreuznach) hatte Tippelt bereits in der Vorrunde knapp mit 4:5 verloren und stellte sich auf ein schwieriges Gefecht ein. Doch die Sorge war unbegründet. Mit 15:4 endete das Duell, und Tippelt war Pfalzmeister. dpla

 

Information Fechtbetrieb

Liebe Fechterinnen und Fechter,
liebe Eltern,

da unsere Trainingshalle durch die Handball-Bundesliga-Mannschaft belegt ist, fällt in den nächsten 3 Wochen das Mittwochstraining aus! Darüber hinaus findet an folgenden Tagen kein Training statt:

Donnerstag, 14.06.
Freitag, 15.06.
Donnerstag, 21.06.
Freitag, 22.06.

Alternativ kann das Training montags ab 18 h genutzt werden.
Nach den Sommerferien steht die Halle wieder zu den gewohnten Trainingszeiten zur Verfügung!

Außerdem bitten wir um Beachtung, dass ab 01.08.18 neue Ausrüstungsvorschriften für Fechtmasken gelten. Die Masken müssen ab diesem Zeitpunkt mit dem FIE zertifizierten Sicherungssystem ausgestattet sein.

Viele Grüße

Renate Alles

 

Starker DM-Auftritt von Finn Ritthaler

Nachwuchsfechter der TSG-Friesenheim erreicht Rang 20
Friesenheim/Baden-Baden.

20180512 121633 FinnFlorettfechter Finn Ritthaler hat bei der Deutschen A-Jugend Meisterschaft einen respektablen 20. Platz erreicht. Auch in der Mannschaft machte er eine gute Figur und kam mit dem Team Südwest auf Rang zwölf.

Im Einzel-Entscheid startete Ritthaler fast optimal in die Vorrunde, musste nur eine Niederlage hinnehmen. Der Höhepunkt war der Sieg gegen den späteren Deutschen Meister Maurice-Leon Bauknecht vom FC Tauberbischofsheim mit 5:1 in nur 15 Sekunden Kampfzeit. In der Zwischenrunde reichte es nur für zwei Siege. Für die Direktausscheidung bedeutete das kombinierte Ergebnis der ersten beiden Runden Startplatz 24.

Das erste K.o.-Gefecht gewann Ritthaler souverän 10:3 gegen Friedrich Engfer (FG Schwerin). Im zweiten Duell unterlag er seinem Gegner Tobias Schulz (TSV Bayer Leverkusen) mit 7:10. Nach einer zermürbenden Wartezeit von zweieinhalb Stunden traf er im Hoffnungslauf auf Richard Spielmann (Fechtcentrum Halle). Dieser ging zunächst in Führung, der TSG-Fechter aber zeigte sich kämpferisch und konnte wieder aufschließen. Die lautstarken und energischen Zwischenrufe der beiden Trainer von Spielmann brachten ihn dann etwas aus dem Konzept, und er verlor das Gefecht knapp mit 8:10. In der Endabrechnung kam er auf einen sehr guten 20. Platz.

Der zweite Friesenheimer Fechter im Feld war Emil Gersch, der sich erstmals für Deutsche Meisterschaften qualifiziert hatte. Für ihn war der Trubel sehr aufregend, entsprechend nervös startete er in das Turnier. In der Vorrunde kam Gersch auf zwei Siege bei zwei Niederlagen. In der Zwischenrunde hatte er dem hohen Leistungsniveau seiner Gegner nichts entgegenzusetzen, konnte keinen Sieg erringen und schied als 46. aus.

Mannschaft zeigt Moral

Beide TSG-Fechter, Emil Gersch und Finn Ritthaler, hatten sich auch für die Mannschaft des Südwest-Verbandes qualifiziert. Daneben standen Moritz Borchert (TSV Bockenheim) und Benedict Antoni (HC Bad Dürkheim) im Team. Borchert hatte es am Vortag in der Einzelwertung sogar bis auf den neunten Platz geschafft, Antoni Position 55 belegt.

In der Vorrunde trafen die vier Jungs aus Südwest auf die Mannschaften Nordrhein 1, Baden-Süd 1 und Bremen 1. In der Aufstellung Borchert, Ritthaler, Antoni und als Ersatzmann Gersch stellten die Jungs ihren Kampfgeist gleich zu Beginn unter Beweis und besiegten Baden-Süd 1 mit 45:15. Gegen Bremen 1 focht Gersch von Beginn an und Antoni hielt sich als Ersatzmann bereit. Auch in diesem Kampf ließen die Jung nichts anbrennen und fegten ihre Gegner 45:14 von der Bahn. Gegner Nummer drei sollte sich als harte Nuss erweisen. In der Mannschaft Nordrhein 1 waren Fechter aus dem Leistungszentrum Bonn aufgestellt. Auch in dieser Begegnung zeigte Südwest in der gleichen Aufstellung wie im zweiten Gefecht Kampfgeist, musste sich jedoch mit 24:45 geschlagen geben.

Mit zwei Siegen und einer Niederlage war das 16er-K.o. erreicht. Zum Auftakt ging es gegen Sachsen 1, das aufgrund der guten Einzel-Ergebnisse von der Vorrunde befreit gewesen war. So stand dem Südwest-Team, das bereits drei Begegnungen hinter sich hatte, eine frische Mannschaft gegenüber. Dieses Mal starteten Benedict Antoni, Moritz Borchert und Finn Ritthaler, Emil Gersch blieb auf der Bank. Wie schon in der Vorrunde, kämpften die Jungs um jeden Treffer, doch die Kräfte waren nicht mehr so stark wie der Wille. So musste das Südwest-Team Sachsen 1 den Sieg überlassen. Am Ende hieß es 27:45 und Platz zwölf unter 26 Mannschaften. dpla

Keine EM-Medaille für Degen-Fechterinnen Alles und Fichtel

Enttäuscht über Rang sechs
Alkmaar/Friesenheim.

Sie hatten sich riesig auf dieses Turnier gefreut, schließlich durften sie zum ersten Mal in ihrer Sportler-Karriere gemeinsam für Deutschland im Team antreten. Doch die Fecht-Europameisterschaft im niederländischen Alkmaar sollte für Renate Alles und Bettina Fichtel nicht so enden, wie sie es sich vorgestellt hatten. Nach einer 32:38-Niederlage gegen Frankreich im Viertelfinale mussten sie ihre Medaillenträume begraben.

Die EM-Teamkämpfe werden alle zwei Jahre ausgetragen, und nach Mannschaftsgold 2016 konnte es für Renate Alles dieses Jahr nur ein Ziel geben: mindestens wieder auf das Podest. Dasselbe galt für ihre Team-Kameradin Bettina Fichtel, die sich im selben Jahr WM-Team-Silber gesichert hatte. Zwei Jahre später standen sie endlich gemeinsam im deutschen Damendegen-Team, das von Judith Stihl (SV Waldkirch), Karen Dömeland (USC Magdeburg) und Frauke Hohlbein (Neußer SV) komplettiert wurde.

Optimaler Vorrunden-Beginn

Auf jeder Position stark besetzt, zeigte die Mannschaft in der Vorrunde ihre ganze Klasse und demontierte Großbritannien 45:31 sowie Russland und die Niederlande je mit 45:29. Ohne Niederlage ging es in die 16er-Direktausscheidung, der erste Gegner hieß Polen. Und erneut war es das deutsche Team, das den Ton angab. Bereits nach drei Gefechten war man dem Gegner 15:8 enteilt, baute den Vorsprung immer weiter aus und gewann deutlich 45:25.

Das Viertelfinale gegen Frankreich sollte nun den Weg zur Medaille ebnen, doch es kam anders. Nachdem Renate Alles ihr erstes Gefecht mit 4:4 beendete, verloren Judith Stihl und Bettina Fichtel ihre Begegnungen zum zwischenzeitlichen 9:13. Mühsam kämpfte sich das deutsche Team auf zwei Treffer Rückstand heran (20:22), doch weder Fichtel im vorletzten noch Alles im letzten Gefecht konnten die Niederlage abwenden. 32:38 hieß es am Ende, der Medaillentraum war geplatzt. „Natürlich sind wir etwas enttäuscht, weil wir uns eine Medaille ausgerechnet haben“, sagte Renate Alles einen Tag nach dem EM-Aus. „Aber wir sind gegen Frankreich früh in Rückstand geraten, den wir den gesamten Kampf hinterhergelaufen sind.“

Zwar raffte sich die Mannschaft noch einmal auf, besiegte im ersten Platzierungsgefecht Großbritannien, wie schon in der Vorrunde, mit 45:31, doch selbst der maximal zu erreichende fünfte Platz war dem Team an diesem Tag nicht vergönnt: Ungarn setzte sich 41:40 durch und stieß die Deutschen auf Rang sechs. Für Bettina Fichtel und Renate Alles geht es nun in die Sommerpause. Danach heißt es wieder „angreifen“, schließlich rückt Alles dann in die Altersklasse 50 hoch und wird damit zur direkten Ranglisten-Konkurrentin von Fichtel. dpla

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