TSG-Nachwuchsfechter auf Rang 21 bei nationalen Titelkämpfe

Ralle mit starker Vorstellung bei DM
Friesenheim/Weinheim.(12.5.2019)

Fechter Alexander Ralle von der TSG Friesenheim hat bei der Deutschen Meisterschaften Rang 21 unter 98 Startern erreicht. Der aktuell beste Südwest-Sportler der U17 im Florett konnte in der Vorrunde fünf Siege in sechs Gefechten verbuchen und sich mit dieser Leistung ein Freilos für die unvollständige 128er-Direktausscheidung sichern. Mit 15:6 schaltete er zunächst Lino McConell vom SC Berlin aus. Im 32er-Tableau musste er dann aber die Überlegenheit seines Gegners David Liebscher vom Olympiastützpunkt Bonn anerkennen. Nach einer deutliche 2:15-Niederlage kam Ralle auf Rang 21. Der zweite Starter aus Südwest, Moritz Borchert (TSV Bockenheim) landete nur knapp dahinter auf dem 30. Platz.

Gemeinsam gingen di20190512 DM Weinheime beiden am zweiten Tag in die Mannschaftskämpfe, unterstützt vom Dritten der Rangliste, dem Friesenheimer Finn Ritthaler. Dieser zeigte gleich zum Auftakt eine starke Leistung, als er gegen die Startgemeinschaft Soltau/Göttingen einen Sechs-Treffer-Rückstand in eine 35:34-Führung ummünzte. Borchert und Ralle brachten das Gefecht 45:40 über die Ziellinie. Anschließend stand dem Südwest-Team der zukünftige Deutsche Meister FC Tauberbischofsheim mit Einzel-Sieger Arwen Borowiak gegenüber. Die einseitige Begegnung endete 45:12 für die Stützpunktfechter.

Für Ralle, Borchert und Ritthaler blieben die Platzierungsgefechte um die Positionen 9-16. Dem FSC Jena unterlag die Mannschaft 33:45 und rutschte in den Verliererlauf. Ganz bitter wurde es dann gegen den KTF München: Alexander Ralle schaffte das fast Unmögliche, einen 29:40-Rückstand zum 44:44 auszugleichen. Eine zweifelhafte Kampfrichterentscheidung verhinderte dann die Sensation – sein Treffer wurde nicht gegeben, die Mannschaft unterlag 44:45. Und auch der letzte Kampf gegen die Startgemeinschaft Düsseldorf/Klewe nahm für die Südwest-Starter kein glückliches Ende. Trotz deutlichen Rückstandes steckte die Mannschaft nicht auf, glich erst aus und ging zwischenzeitlich sogar 30:28 in Führung. Am Ende reichte es trotzdem nicht, und das Team musste sich nach der 41:45-Niederlage mit dem 16. Platz zufriedengeben. dpla

Carolin Breitwieser bei letzter Deutscher Juniorinnen-Meisterschaft auf Rang 20

Versöhnlicher Abschluss
Friesenheim/Laupheim (4.05.2019)

Degenfechterin Carolin Breitwieser hat in ihrer letzten Juniorinnen-Saison Rang 20 bei der DM erreicht. Nur ein Treffer trennte sie vom Erreichen der Vorschlussrunde.

Nachdem sie vor einer Woche schon bei den Aktiven mitfechten durfte, stand für Carolin Breitwieser nun auch die DM in ihrer Altersklasse an. Zum letzten Mal bei den Juniorinnen startberechtigt, durfte sie sich Hoffnungen auf eine gute Platzierung machen. Ihre Vorrunde beendete sie mit fünf Siegen und nur einer Niederlage. Dank Freilos erreichte sie kampflos die Runde der letzten 64. Dort machte sie mit Annaluise Bippes (TV Haueneberstein) 15:7 kurzen Prozess. Doch schon ihr nächstes Gefecht sollte auch ihr letztes sein. Eva Jonas (Eintracht Frankfurt) setzte beim Stand von 13:13 einen sehenswerten Handtreffer. Ein Double reichte ihr anschließend, um das Duell 15:14 für sich zu entscheiden. Carolin Breitwieser beendete die Meisterschaft auf dem 20. Platz – ihre beste Platzierung bei einer DM.

Nicht so gut lief es bei Cédric Tippelt. Der A-Jugendliche kam bei den bis zu drei Jahre älteren Junioren in der Vorrunde nur auf ein gewonnenes Gefecht und schied als 79. aus. In der gemischten Mannschaft mit den Maxdorfern Niclas Kocbek und Mark Kallenbrunnen blieb das Team ebenfalls glück- und sieglos. Im Auftaktgefecht unterlag man dem FC Tauberbischofsheim 23:45. Der Platzierungskampf gegen die Startgemeinschaft Berlin ging 34:45 verloren. dpla

Zweites Silber für Fichtel

In der AK 50 hat Bettina Fichtel ihre zweite Silbermedaille binnen zwei Wochen erfochten. Die Friesenheimerin musste sich beim Qualifikationsturnier in Hamburg erst im Finale der Essenerin Frauke Hohlbein geschlagen geben. Fichtel rückte auf Rang drei der deutschen Rangliste vor. Teamkameradin Renate Alles verzichtete auf einen Start, um sich gezielt auf die EM am 1. Juni im französischen Cognac vorzubereiten. Fichtel dagegen wird mit dem TSG-Team zum Deutschland-Pokal-Finale in Alsfeld fahren, das am gleichen Wochenende stattfindet. dpla

Zweiter Turniersieg für Gersch

Emil Gersch hat das 11. Emichsburg-Turnier in Bockenheim gewonnen. Erst Ende März hatte der Florett-Nachwuchsfechter zum ersten Mal überhaupt einen Wettkampf als Sieger beendet. Nun konnte er nachlegen. Im Finale von Bockenheim hatte er den Mainzer Fabian Seidel besiegt. dpla

TSG-Nachwuchsfechterin erreicht drittes Finale in Folge

Degen wird zur echten Alternative
Homburg/Saar. (13.04.2019)

20190427 EmmaFlorettfechterin Emma Oberthür hat ihr drittes Finale in Folge erreicht – im Degen. Die elfjährige Sportlerin der TSG Friesenheim versucht sich seit Wochen auch in der anderen Waffe, um ihren Favoriten zu finden. Ihr Erfolg könnte sie vor eine harte Entscheidung stellen.

Nach ihrem Sieg bei der Landesmeisterschaft und Platz zwei beim Ranglistenturnier in Mannheim erreichte Emma Oberthür auch beim Omlor-Cup in Homburg/Saar das Finale. Der Weg dorthin gestaltete sich für die Schülerin leichter als angenommen. Ihre Vorrunde beendete sie mit fünf Siegen aus fünf Gefechten und einem beeindruckenden 25:5-Trefferindex. Im Viertelfinale schlug sie Zoe Adam vom Fechtzentrum Maxdorf mit 10:6. Noch deutlicher endete das Halbfinale, das die Friesenheimerin 10:2 gegen Finja Marx (Fechterring Hochwald) gewann. Im Finale bereitete ihr Maithe Ecker (FSC Saarlouis) beim 10:5 ebenfalls keine größeren Probleme.

In einem Jahr spätestens wird Emma Oberthür dann die Entscheidung treffen müssen, ob sie im Florett bleibt oder auf den Degen umschult. Denn in der Klasse U14 geht es erstmals um Ranglistenpunkte. Um die kämpfte in Homburg/Saar der A-Jugendliche Cédric Tippelt. Ihm reichte ein sechster Platz, um sich für die Deutsche Meisterschaft in der U17 zu qualifizieren. Diese findet am 18. Mai in Leverkusen statt. dpla

TSG-Degendamen beenden Durststrecke

Nach 2016 erreicht die Mannschaft wieder das Deutschland-Pokal-Finale
Friesenheim.

20190408 193342 IMG 9026 Canon EOS 6DMit einem 45:36-Erfolg über den SV Waldkirch haben Friesenheims Degendamen Renate Alles, Karen Neuhaus, Carolin Breitwieser und Sonja Tippelt nach zweijähriger Durststrecke wieder das Pokalfinale erreicht. 2017 und 2018 war die Mannschaft jeweils knapp im Halbfinale ausgeschieden.

Besonders der Teamchefin Renate Alles merkte man die Anspannung vor dem Halbfinal-Duell mit dem SV Waldkirch an. Sie hatte tagelang mit der Entscheidung gerungen, ob sie im Falle eines Sieges an der Veteranen-EM oder dem Pokalfinale teilnehmen würde, da beide Turniere am gleichen Tag stattfinden werden. Ihren Entschluss behielt sie vorerst für sich und ließ lieber Taten sprechen. Als erste auf der Bahn, erarbeitete sie sich sehr konzentriert einen Punkt nach dem anderen, ließ lediglich einen Doppeltreffer zu und übergab eine komfortable 5:1-Führung an Karen Neuhaus. Die musste zwar gegen Waldkirchs Beste, Judith Stihl, drei Treffer hinnehmen, Friesenheim blieb aber 10:8 vorn. Carolin Breitwieser hielt in ihrem ersten Duell den Abstand (14:12).

Näher kam der Gegner aus dem Breisgau nicht mehr an diesem Abend. Neuhaus und Alles bauten durch 4:1- und 7:3-Siege die Führung auf neun Treffer aus. Die letzte Chance, noch einmal heranzukommen, nahm sich Waldkirchs Topfechterin Stihl selbst. Im Gefecht mit Carolin Breitwieser hatte sie schon einige Punkte aufgeholt und die TSG-Juniorin stark in Bedrängnis gebracht. Dann jedoch griff sie mit der waffenfreien Hand nach Breitwiesers Degen, um sich einen Vorteil zu verschaffen – eine Tätlichkeit, die im Fechten mit einem Straftreffer sanktioniert wird. Es blieb jedoch nicht bei dem einen Ausrutscher, sondern Stihl wiederholte die Aktion und kassierte den zweiten Straftreffer zum 22:30.

Den Abstand verwalteten die Friesenheimerinnen ohne Mühe, bis Renate Alles den Schlusspunkt zum 45:36 machte. Damit darf der Rekordpokalsieger erneut Jagd auf die wichtigste Mannschaftstrophäe im deutschen Fechten machen. Bleibt noch die Frage offen, wie sich Teamchefin Alles entschieden hat. „Der Pokal ist mein Zuhause, aber ich werde dennoch zur EM fahren“, eröffnete sie ihrer Mannschaft direkt nach dem gewonnenen Duell. Das Team reagierte verständnisvoll, muss jedoch nach der Absage und dem Ausfall von Lili Plaga auf zwei Stammfechterinnen verzichten, wenn es am 1. Juni in Alsfeld beim Pokalfinale antritt. dpla / Foto: Gernoth Ritthaler

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