„Besser als erwartet“

Degendamen der TSG Friesenheim auf Rang acht bei DM
Friesenheim/Leipzig.

2018 Alles Fichtel Breitwieser Tippelt 2Mit Platz acht bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften hat das Damendegen-Team der TSG Friesenheim einen Achtungserfolg erzielt. Im Viertelfinale war der FC Tauberbischofsheim allerdings eine Nummer zu groß.

Nach dem verpassten Pokalfinale war die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft eine gute Gelegenheit für das TSG-Team, etwas zu rotieren und an der Taktik zu arbeiten. Ohne die Stammfechterinnen Lili Plaga und Karen Neuhaus ging es nach Leipzig. Für sie waren Sonja Tippelt und Juniorin Carolin Breitwieser ins Team gerückt.

Schon das Auftaktduell gegen Heidenheim verlief vielversprechend. Zwar mussten die TSG-Damen eine 30:42-Niederlage hinnehmen, das Ergebnis war aber anständig, schließlich gewann Heidenheim später den Titel. Anschließend ging es gegen den DFC Düsseldorf. Beim Stand von 18:20 drehten die Ludwigshafenerinnen auf: Erst focht Alles +4, dann Fichtel +5, und Tippelt legte mit +3 nach. Den deutlichen Zehn-Treffer-Vorsprung bauten sie bis zum Schluss auf 45:30 aus. Das letzte Gefecht vor der Direktausscheidung verlor das Team gegen Essen mit 26:33.

Mit diesen Ergebnissen starteten die Eulen an Position zehn gesetzt im K.o. und trafen dort auf Eintracht Frankfurt. Zunächst konnte sich keines der Teams absetzen, bis Sonja Tippelt aus dem 12:12-Zwischenstand eine 18:15-Führung machte. Die TSG-Damen hielten den Vorsprung, doch im vorletzten Gefecht musste Renate Alles zwei Treffer hinnehmen und ließ die Frankfurterinnen so auf 33:34 herankommen. Schlussfechterin Bettina Fichtel hatte das Gefecht fast schon über die Ziellinie gerettet, doch kurz vor Ablauf der Zeit gelang ihrer Gegnerin Joanna Hesdahl der Ausgleich (39:39) – die Entscheidung fiel im Sudden Death. Fichtel, bekannt für ihre Nervenstärke, ließ sich nicht beeindrucken und setzte den entscheidenden Treffer zum 40:39-Sieg.

Die Friesenheimer Mannschaft durfte also noch einmal ran und belohnte sich selbst mit einem Duell gegen den FC Tauberbischofsheim. Und der hatte mit Beate Christmann die Fechterin in seinen Reihen, die am Vortag das Einzel gewonnen hatte. Trotz der klaren Rollenverteilung schrieben sich die TSGlerinnen nicht vorschnell ab. Erst beim Stand von 14:13 setzte sich der FC TBB bis auf vier Treffer ab (20:16) und baute die Führung dann konsequent aus. Am Ende stand eine 24:37-Niederlage, die weniger deutlich ausfiel, als man hatte erwarten können. „Mit dem Erreichen des Viertelfinals sind wir mehr als zufrieden. Vieles lief heute besser als erwartet“, sagte Mannschaftsführerin Renate Alles.

Einzel als Belohnung

Am Vortag waren Sonja Tippelt und Carolin Breitwieser auch im Einzel gestartet. Letztere hatte sich als Juniorin erstmals für die Aktiven-Meisterschaft qualifiziert und sah ihren Start daher als Belohnung für eine gute Saison. Beide TSG-Fechterinnen erreichten die 64er-Direktausscheidung, verloren dort aber jeweils ihr erstes Gefecht. Tippelt kam auf Rang 43, Breitwieser wurde 51. dpla

Florett-Nachwuchs räumt ab

Elf Medaillen für TSG-Fechter bei Südwestdeutscher Jugend-Meisterschaft
Friesenheim/Frankenthal.

Elf Mal Edelmetall lautet die Ausbeute des Friesenheimer Florett-Nachwuchses bei den Landesmeisterschaften in Frankenthal. Besonders die Schülerinnen stachen heraus: Sie gewannen drei goldene und zwei Silbermedaillen.

Die Schüler-Jahrgänge 2006-2009 der Damen wurden zusammengelegt und in zwei Vorrundengruppen eingeteilt. Die besten sechs Teilnehmerinnen kamen in die Finalrunde. Im Endresultat wurden die Jahrgänge nach der Finalrunde wieder getrennt gewertet. Die Platzierungen der TSG-Fechterinnen nach der getrennten Bewertung konnten besser nicht sein: Marie-Kristin Koch wurde ohne Turnier-Niederlage Erste des Jahrgangs 2006. Die 2008er-Wertung gewann Emma Oberthür vor ihrer Mannschaftskameradin Hanna Schabacker, die Silber holte. Und auch im Jahrgang 2009 gab es einen Friesenheimer Doppelsieg: Sena Ispiroglu sicherte sich Rang eins bei ihrem erst zweiten Turnier vor Anna Gabriel. Bei den Jungs erreichte Sebastian Schulte (Jg. 2006) Platz drei, Johannes Wunder (Jg. 2008) kam auf den Silber-Rang.

TSG Ritthaler Borchert               TSG Ralle Ferizi

In B- und A-Jugend verpassten zwei TSGler den Turniersieg nur knapp. Finn Ritthaler (B-Jugend) hatte nach einer guten Vorrunde und perfektem Lauf im K.o. das Finale erreicht, unterlag dort jedoch seinem Dauerrivalen Moritz Borchert vom TSV Bockenheim. Das gleiche Schicksal ereilte Alexander Ralle in der A-Jugend. Nachdem er im Turnierverlauf keinem seiner Gegner eine Chance gelassen hatte, musste er sich am Ende trotzdem mit Rang zwei begnügen. Im Finale konnte Ralle dem Ranglistenführenden Florian Ferizi von Gastgeber Frankenthal lange Paroli bieten. Doch gegen Ende des Gefechts ließ er sich durch ein paar unklare Kampfrichterentscheidungen aus der Ruhe bringen und unterlag knapp 13:15. Die zehnte Einzel-Medaille an diesem Tag errang Emil Gersch mit Bronze in der B-Jugend. Cem Aybars erreichte in der A-Jugend Rang neun.

Mannschaft unterliegt knapp

Im Mannschaftskampf schlug sich das Friesenheimer Team um Alexander Ralle, Finn Ritthaler, Emil Gersch und Cem Aybars gegen die stark besetzte Startgemeinschaft Frankenthal/Bockenheim wacker. Immerhin standen den TSG-Fechtern mit Florian Ferizi und Emil Knerr die zwei Führenden der A-Jugend-Landesrangliste gegenüber. Nach drei Gefechten lag das Team bereits mit fünf Treffern hinten, bis Finn Ritthaler den 10:15-Rückstand zur zwischenzeitlichen 20:19-Führung dreht. Danach wechselte die Führung erneut, und die Startgemeinschaft konnte sich bis zum vorletzten Gefecht auf vier Treffer absetzen (36:40). Wie schon im Einzel standen sich im Finale Alexander Ralle und Florian Ferizi gegenüber. Zwar gewann der TSG-Fechter diesmal mit 6:5, konnte die 42:45-Niederlage jedoch nicht verhindern. Ferizis Team sicherte sich den Titel und ist damit für die Deutschen A-Jugend-Meisterschaften qualifiziert. dpla ( Fotos Gernoth Ritthaler )

TSG Schulerinnen

 

 

 

 

 

 

 

Alles beendet fünfjährige Durststrecke

Degenspezialistin der TSG Friesenheim ist wieder Deutsche Meisterin
Friesenheim.

DSEM AllesBei ihrer letzten Deutschen Meisterschaft in der Altersklasse 40 hat Degenfechterin Renate Alles erneut den Titel gewonnen. Die 49-jährige Friesenheimerin setzte sich im spannenden Stichkampf 8:7 gegen Judith Stihl vom SV Waldkirch durch.

Dabei startete sie alles andere als optimal in das Turnier, gewann nur eines ihrer fünf Vorrunden-Gefechte und rutschte als 15. in die Direktausscheidung. Das bedeutete, sie musste sich erheblich früher auf Top-Gegnerinnen einstellen. Nach dem 10:6-Auftaktsieg gegen Vereinskameradin Elke Henninghaus (Platz 18) musste sie gegen die erste Hochkaräterin ran: Babett Woitas vom FC Leipzig, gegen die sie im Vorjahr ausgeschieden war. Doch diesmal setzte sich die TSG-Fechterin 10:8 durch und zog in die nächste Runde ein. Durch den anschließenden 10:7-Sieg über Christiane Klatt (Rotation Berlin) erreichte sie das Halbfinale. Und auch dieses bestritt sie erfolgreich, Silke Tebel-Haas vom SV Waldkirch bezwang sie klar 10:5.

Im Finale traf Renate Alles auf Judith Stihl (ebenfalls Waldkirch). Das gesamte Gefecht lief sie einem Rückstand hinterher. Beim Stand von 5:7 setzte sie erst einen Einzeltreffer und kurz vor Zeitablauf den zweiten zum 7:7-Ausgleich. Nach dem Ende der regulären Kampfzeit wurde Alles der Vorteil zugelost. Das bedeutete, wenn in der Verlängerungsminute kein Treffer fiele, hätte Alles gewonnen. So musste ihre Gegnerin Druck aufbauen, Alles konnte abwarten. Nervenstark setzte sie beim entscheidenden Angriff von Stihl den Punkt zum 8:7 und sicherte sich damit ihren ersten Titel seit fünf Jahren. Der Erfolg ist in diesem Jahr besonders hoch einzustufen, da Alles in der Altersklasse 40 als Teilnehmerin des ältesten startberechtigten Jahrgangs angetreten war und nächstes Jahr in die AK 50 wechseln wird – ihre Gegnerinnen also bis zu neun Jahre jünger waren.

Nach zwei Titeln nur Rang sechs für Fichtel

Kommendes Jahr gesellt sich Alles in der AK50 zu Mannschaftskameradin Bettina Fichtel, die sich nach ihren beiden Titeln 2016 und 2017 diesmal mit Platz sechs zufrieden geben musste. Sie unterlag im Viertelfinale der Berlinerin Karla Seeliger mit 5:10. Ebenfalls auf Position sechs landete Gernoth Ritthaler in der AK40 der Männer. Nach einer fehlerfreien Vorrunde war er auf Rang zwei für das K.o. gesetzt, schaffte es zwar bis ins Viertelfinale, aber nicht aufs Siegerpodest. Auf den weiteren Plätzen: 13. Sonja Tippelt (AK 40), 19. Holger Gundlach (AK70), 34. Michael Stängle (AK50). dpla

 

Aufholjagd nicht belohnt

Florett-Nachwuchsfechterin Emma Oberthür wird Zweite in Mainz
Friesenheim/Mainz.


20180303 Emma Oberthur linksBeim Frühjahrsturnier des MTV Mainz hat Florett-Nachwuchsfechterin Emma Oberthür Platz zwei erreicht. Sie kämpfte im Wettbewerb der Schüler des Jahrgangs 2008. Nach ihrem Sieg beim Viktor-Schwarz-Turnier vergangenes Wochenende schaffte es Emma erneut ins Finale. Erst wurde eine Vorrunde im Modus „Jeder gegen Jeden“ gefochten, in der Emma alle ihre vier Kämpfe souverän gewinnen konnte. Das bescherte ihr Position eins der Setzliste für das K.o. und damit ein Freilos für das Viertelfinale. Das Halbfinale gegen Femke Kazmaier vom VfL gewann sie souverän 10:7. Im Finale traf sie auf Alexandra Wall, ebenfalls vom VfL Marburg. In der Vorrunde hatte Emma noch mit 5:3 gewonnen. Doch im Finale wollte es nicht laufen. Bereits 2:8 lag die junge Friesenheimerin zurück, als sie zur Aufholjagd ansetzte. Bis auf 6:8 kam sie noch einmal heran, musste das Gefecht dennoch mit 6:10 abgeben. dpla

Unterkategorien