Favoritensiege bei Heimturnier

Bettina Fichtel und Johannes Wiesemann gewinnen Friesenheimer Degenpokal
Friesenheim ( 20.06.19)

Der Friesenheimer Degenpokal bleibt in Friesenheim. Zumindest bei den Damen. Altmeisterin Bettina Fichtel von der heimischen TSG setzte sich am vergangenen Donnerstag vor der Heidelbergerin Zita Zippelius durch. Bei den Herren gewann Seriensieger Johannes Wiesemann aus Darmstadt zum insgesamt fünften Mal in Folge.

Wenn 32 Degenfechter eine halbe Stunde warten, dass ihr Wettkampf endlich startet, liegt der Grund meistens in der schlechten Turnierorganisation. Beim diesjährigen Friesenheimer Degenpokal war das anders. Vorjahressieger Johannes Wiesemann steckte im Verkehr fest, und so zeigte sich die Fechtgemeinschaft solidarisch mit dem Topfavoriten, der mit 30 Minuten Verspätung samt Wanderpokal in der Günter-Braun-Sporthalle aufschlug. Dies ermöglichte es dem Darmstädter, das Turnier zum fünften Mal in Folge zu gewinnen. Ohne Turnier-Niederlage zog er in das Finale ein und gewann auch dieses ungefährdet 15:5 gegen den Heidelberger Leo Zippelius.

Aus den Reihen der TSG Friesenheim konnte lediglich Gernoth Ritthaler mit Rang fünf überzeugen. Nach einer guten Vorrunde hatte sich der Routinier mit Siegen über die zwei Speyerer Ernst Kainz (15:5) und Christian Plechinger (15:8) für die Finalrunde qualifiziert. Sein dritter Gegner aus Speyer in Folge, Alexey Mokin, verhinderte schließlich, dass es für eine Medaille reichte. Er beendete Ritthalers Lauf mit 15:12. Weitere Platzierungen der TSG-Starter: Cédric Tippelt 23., Daniel Plaga 24., Holger Gundlach 27., Michael Stängle 33.

Fichtel gibt sich keine Blöße

In der Damen-Konkurrenz fochten 13 Fechterinnen um den begehrten Wanderpokal. Es galt, sich über die Vorrunde für das Finale der besten Acht zu qualifizieren. Für fünf der sechs TSGlerinnen reichte es zum Weiterkommen. Lediglich Alica Störmer, die erst vor kurzem mit dem Fechten begonnen hatte, schied vorher aus.

In einem sehr ausgeglichenen Finale setzte sich Bettina Fichtel, die sich seit Wochen in Topform befindet, an die Spitze. Sie gewann alle ihre sieben Gefechte. Den zweiten Platz holte sich die Heidelbergerin Zita Zippelius – sie hatte lediglich gegen Fichtel verloren. Trotz gleicher Anzahl an Siegen ging Bronze an Carolin Breitwieser knapp vor Sonja Tippelt, die das etwas schlechtere Treffer-Verhältnis aufwies. Komplettiert wurde das hervorragende Friesenheimer Abschneiden von Renate Alles auf Position sechs. Die Vorjahres-Siegerin konnte aufgrund von Rückenproblemen diesmal nicht um die ersten Plätze mitfechten. dpla

20190620 Gesamt