Deutsche Meisterschaft als Bewährungsprobe

Friesenheimer Degen-Nachwuchs erstmals auf nationalem Parkett am Start
Friesenheim/Reutlingen.

20170515 TSG Ritthaller TippeltIm ersten B-Jugend-Jahr gleich zur Deutschen Meisterschaft: Die Friesenheimer Degenfechter Finn Ritthaler und Cedric Tippelt haben dieses Ziel erreicht. Sie qualifizierten sich für die B-Jugend-Titelkämpfe in Reutlingen und sammelten dort vor allem Erfahrung. Erstmals bei einem einem großen nationalen Turnier dabei zu sein, war schon etwas ganz Besonderes – und das Teilnehmerfeld mit 65 Fechtern hochklassig besetzt.

Die Erfahrung, dass der Modus der DM gnadenlos und die Konkurrenz stark ist, machte Finn schon in der Vorrunde. Er musste gleich zwei deutliche Niederlagen wegstecken, kämpfte sich jedoch zurück und erzielte noch zwei Siege aus fünf Gefechten. Doch das Ergebnis sollte nicht zum Aufstieg in die Zwischenrunde reichen. 48 der 65 Fechter stiegen auf, und Finn belegte ausgerechnet den unglücklichen 49. Platz. Es fehlte nur ein Treffer zum Weiterkommen.

Besser machte es Cedric, der in den Vorkämpfen auf drei Siege kam und damit die Zwischenrunde erreichte. Auch diese bestritt er mutig, schaffte zwei Siege aus fünf Begegnungen und unterlag einmal hauchdünn 4:5. Beim Blick auf die Setzliste erging es ihm ähnlich wie seinem Vereinskollegen in der Vorrunde: Platz 34 reichte nicht zum Weiterkommen, nur die besten 32 Fechter stiegen in die Direktausscheidung auf. Doch mit den Platzierungen im Einzel mussten sich die jungen TSGler nicht verstecken – sie gingen ohne Respekt in das Turnier und konnten am Ende zufrieden sein.

Mannschaft zeigt gute Ansätze

Am zweiten Tag starteten die beiden Friesenheimer auch bei den Mannschaftskämpfen. Gemeinsam mit Niklas Priesnitz (Fechtzentrum Maxdorf) und Vincent Lingemann (TG Mainz-Gonsenheim) gingen sie als Team Südwest ins Rennen. Priesnitz und Lingemann hatten am Vortag im älteren Jahrgang 2005 die Plätze 27 beziehungsweise 48 erreicht. Im Team ging es nun vor allem darum, Gelerntes umzusetzen und als Mannschaft zu funktionieren.

Betreut von den erfahrenen Fechterinnen Renate Alles und Sonja Tippelt, gewannen die Jungs geg20170515 TSG Mannschaften Berlin 2 mit 45:34, mussten in den beiden anderen Gefechten jedoch Niederlagen hinnehmen. In allen Begegnungen stimmte die kämpferische Leistung, bei der Umsetzung der richtigen Taktik konnten alle noch einiges dazulernen. Denn bei den Mannschaftskämpfen wird der Trefferstand des Vorgängers übernommen. So ist es möglich, deutlich mehr als die üblichen fünf Treffer pro Gefecht zu setzen – oder zu erhalten. Je nach Stärken und Schwächen des einzelnen Athleten wird deshalb die Reihenfolge der Fechter auf das gegnerische Team angepasst. Für den TSG-Nachwuchs und ihre Mitfechter aus Südwest war die DM folglich eine echte Bewährungsprobe. Das Team belegte am Ende Position 19 unter 29 Teams. dpla