Alles beendet fünfjährige Durststrecke

Degenspezialistin der TSG Friesenheim ist wieder Deutsche Meisterin
Friesenheim.

DSEM AllesBei ihrer letzten Deutschen Meisterschaft in der Altersklasse 40 hat Degenfechterin Renate Alles erneut den Titel gewonnen. Die 49-jährige Friesenheimerin setzte sich im spannenden Stichkampf 8:7 gegen Judith Stihl vom SV Waldkirch durch.

Dabei startete sie alles andere als optimal in das Turnier, gewann nur eines ihrer fünf Vorrunden-Gefechte und rutschte als 15. in die Direktausscheidung. Das bedeutete, sie musste sich erheblich früher auf Top-Gegnerinnen einstellen. Nach dem 10:6-Auftaktsieg gegen Vereinskameradin Elke Henninghaus (Platz 18) musste sie gegen die erste Hochkaräterin ran: Babett Woitas vom FC Leipzig, gegen die sie im Vorjahr ausgeschieden war. Doch diesmal setzte sich die TSG-Fechterin 10:8 durch und zog in die nächste Runde ein. Durch den anschließenden 10:7-Sieg über Christiane Klatt (Rotation Berlin) erreichte sie das Halbfinale. Und auch dieses bestritt sie erfolgreich, Silke Tebel-Haas vom SV Waldkirch bezwang sie klar 10:5.

Im Finale traf Renate Alles auf Judith Stihl (ebenfalls Waldkirch). Das gesamte Gefecht lief sie einem Rückstand hinterher. Beim Stand von 5:7 setzte sie erst einen Einzeltreffer und kurz vor Zeitablauf den zweiten zum 7:7-Ausgleich. Nach dem Ende der regulären Kampfzeit wurde Alles der Vorteil zugelost. Das bedeutete, wenn in der Verlängerungsminute kein Treffer fiele, hätte Alles gewonnen. So musste ihre Gegnerin Druck aufbauen, Alles konnte abwarten. Nervenstark setzte sie beim entscheidenden Angriff von Stihl den Punkt zum 8:7 und sicherte sich damit ihren ersten Titel seit fünf Jahren. Der Erfolg ist in diesem Jahr besonders hoch einzustufen, da Alles in der Altersklasse 40 als Teilnehmerin des ältesten startberechtigten Jahrgangs angetreten war und nächstes Jahr in die AK 50 wechseln wird – ihre Gegnerinnen also bis zu neun Jahre jünger waren.

Nach zwei Titeln nur Rang sechs für Fichtel

Kommendes Jahr gesellt sich Alles in der AK50 zu Mannschaftskameradin Bettina Fichtel, die sich nach ihren beiden Titeln 2016 und 2017 diesmal mit Platz sechs zufrieden geben musste. Sie unterlag im Viertelfinale der Berlinerin Karla Seeliger mit 5:10. Ebenfalls auf Position sechs landete Gernoth Ritthaler in der AK40 der Männer. Nach einer fehlerfreien Vorrunde war er auf Rang zwei für das K.o. gesetzt, schaffte es zwar bis ins Viertelfinale, aber nicht aufs Siegerpodest. Auf den weiteren Plätzen: 13. Sonja Tippelt (AK 40), 19. Holger Gundlach (AK70), 34. Michael Stängle (AK50). dpla