Fecht-Nachwuchs der TSG Friesenheim muss Siege der Konkurrenz überlassen

Keine Eule bei Heim-Turnier
Friesenheim. (27.01.19)

Beim Mini-Eulen-Turnier in der Günter-Braun-Sporthalle stellte der Fecht-Nachwuchs der TSG Friesenheim in diesem Jahr keinen Sieger. Das beste Ergebnis lieferten Hanna Schabacker und Emma Oberthür im Damenflorett mit den Plätzen zwei und drei.

Das Schüler- und B-Jugend-Turnier zählte in diesem Jahr zwar weniger Starter im Vergleich zu den Vorjahren, dafür warten Fechter aus sage und schreibe 22 verschiedenen Vereinen nach Friesenheim gekommen. Sogar aus Tauberbischofsheim, Offenbach, Mainz und Saarbrücken waren Sportler angereist, um nur ein paar zu nennen.

Aus TSG-Sicht standen die Chancen auf einen Sieg im Schüler-Florett der Mädchen am besten. Doch Florence Kießling (TG Frankenthal) verhinderte einen Heimerfolg von Lokalmatadorin Hanna Schabacker. Sie hatte hauchdünn 4:5 gegen Kießling verloren und musste sich mit dem zweiten Platz zufrieden geben. Emma Oberthür landete direkt dahinter auf Rang drei. Eine weitere Bronzemedaille erkämpfte sich Sebastian Schulte im B-Jugend-Florett.

Ihr zweites gutes Ergebnis erreichte Emma Oberthür im Degen. Bei ihrer ersten Teilnahme überhaupt an einem Degen-Wettbewerb kam sie auf Position vier. „Emma war sehr aufgeregt, hat ihre Sache aber super gemacht“, kommentierte Trainerin Renate Alles. Den jeweils fünften Platz ihrer Wertung erreichten Johannes Wunder und Sena Ispiroglu, Marie-Kristin Koch belegte Rang sechs, Christoph Koppenhagen Position acht.

Die Sieger im Überblick:

Herrendegen B-Jugend: Simon Wohlfahrt (FC Mannheim); Herrendegen U12: Noah Mäder (FC Darmstadt); Herrendegen U11: Gustaf Kaufmann (TSG Heidelberg-Rohrbach); Damendegen U9/U10: Finja Marx (Fechterring Hochwald-Wadern); Damendegen U11/U12: Fiona Fricke (FC Offenbach); Herrenflorett B-Jugend: Noah Mörgelin (TSG Weinheim); Herrenflorett U11/U12: Louis Noe (FC Tauberbischofsheim); Damenflorett B-Jugend: Lucia Arnela (ATSV Saarbrücken); Damenflorett U11/U12: Florence Kießling (TG Frankenthal) dpla

20190127 TSG Oberthür Schabacker

20190127 TSG Siegerehrung DFL

Gold, Silber und Bronze bei RLP-Meisterschaft

Nachwuchsfechter der TSG trumpfen auf
Friesenheim/Bad Kreuznach.(19.01.19)

201901 TSG Ralle TitpeltDie Nachwuchsfechter der TSG Friesenheim, Alexander Ralle, Finn Ritthaler und Cédric Tippelt, sind bei den Rheinland-Pfalz-Meisterschaften in Bad Kreuznach allesamt auf dem Treppchen gelandet. Ganz nach oben schaffte es Florettfechter Alexander Ralle, der im gesamten Turnier ohne Niederlage blieb.

Sein perfekter Lauf begann bereits in der Vorrunde mit fünf Siegen aus fünf Gefechten. Auch in der Direktausscheidung gab sich der 15-Jährige keine Blöße. Erst besiegte er Jonas Höfling (CTG Koblenz) mit 15:10. Im Halbfinale und Finale machte er

mit seinen Gegnern Julian Eulenburg (TG Mainz-Gonsenheim) und Moritz Borchert (TSV Bockenheim) mit jeweils 15:5 kurzen Prozess und sicherte sich den Titel. Nur knapp dahinter landete Finn Ritthaler. Er belegte Rang drei, nachdem er gegen Borchert im Halbfinale ausgeschieden war.

Degenfechter Cédric Tippelt verpasste die Titelverteidigung knapp und belegte Rang zwei. Nach der Setzrunde lag er ohne Vorrunden-Niederlage auf Kurs. Sein erstes K.o. gewann er souverän

gegen Dominic Ellenberger (Fechtzentrum Maxdorf) mit 15:4. Auch das Halbfinale gegen Marcel Kreutz (Fechtzentrum Maxdorf) war eindeutig und endete 15:6 für den Friesenheimer. Im Finale lief es bis zum Stand von 10:9 gut, doch Dauerrivale Niklas Priesnitz (Fechtzentrum Maxdorf) kam per Fußtreffer zum Ausgleich und setzte sich anschließend ab. Er gewann das Duell 15:11 und behauptete seine Ranglistenführung. dpla

Gewackelt, aber nicht gefallen

Damendegen-Team der TSG Friesenheim zittert sich in Pokal-Halbfinale
Friesenheim/Freiburg (05.01.19)

Die 20190105 DP 1Degenfechterinnen der TSG Friesenheim haben dank eines 44:39-Erfolges bei der Freiburger Turnerschaft das Halbfinale des Deutschland-Pokals erreicht. Während des Gefechts musste das Team vom Rhein gleich zwei Mal einen unnötigen Rückstand drehen, brachte den Sieg am Ende aber über die Zeit.

Nach dem klaren 45:25-Auftakterfolg über den TV Cannstatt schien auch der zweite Pokalgegner eine machbare Aufgabe für Renate Alles, Karen Neuhaus, Lili Plaga und Carolin Breitwieser. Die Damen der Freiburger TS überraschten jedoch mit ihrer mutigen und disziplinierten Gefechtsführung. So lagen sie nach zwei von neun Gefechten bereits 10:6 in Führung. Breitwieser verkürzte den Abstand auf zwei Treffer, anschließend zeigte Neuhaus einen fehlerfreien Durchgang, besiegte ihre Gegnerin mit 8:2 und verschaffte ihrem Team nun ihrerseits einen Vier-Treffer-Vorsprung.

Doch statt diesen zu verwalten, brachten sich die Friesenheimer Damen erneut in Schwierigkeiten. Aus dem 20:16 wurde ein 27:30, und das zwei Gefechte vor Schluss. Die TSG handelte, brachte die noch frische Lili Plaga. Vorher aber hatte Karen Neuhaus noch die Chance, ihrer Mannschaftskollegin für das Schlussduell eine bessere Ausgangsposition zu verschaffen. Und auf Neuhaus war Verlass. Zum zweiten Mal deklassierte sie eine ihrer Konkurrentinnen mit sechs Treffern Abstand. Sie ge20190105 DP2wann 10:4 und schickte Lili Plaga mit einem Drei-Treffer-Polster auf die Bahn.

Plaga wurde zu Beginn kalt erwischt, musste zwei Einzeltreffer hinnehmen. Der Vorsprung war auf 37:36 geschmolzen. Mehr aber ließ die 30-Jährige nicht zu. Immer besser fand sie in das Gefecht und konterte ihre Kontrahentin aus. 44:39 endete der Mannschaftskampf – am Ende deutlicher als der Verlauf der Begegnung eigentlich war.

Das TSG-Damenteam kann nach dem Sieg etwas durchatmen und hat bis Mitte März Zeit, sich auf die nächste Pokalrunde vorzubereiten. Dann wird es ernst, denn es geht um den Einzug ins Finale. Die Herren erreichten indes kampflos die dritte Runde, nachdem der Gegner aus Feuerbach die Rückmeldefristen versäumt hatte. Da bei den Männern eine Runde mehr gefochten wird, müssen die TSGler bereits im Februar wieder ran. dpla

TSG-Fechter die Nummer eins in Südwest

Lili Plaga und Gernoth Ritthaler gewinnen Landesmeisterschaft / Mannschaft holt ebenfalls Gold
Friesenheim/Zweibrücken 17.11.2018

Was für ein Lau20181117 3f für die Degenfechter der TSG Friesenheim – mit Einzel-Gold für Lili Plaga und Gernoth Ritthaler sowie Damen-Mannschaftsgold hat das Team gleich drei der vier Wettbewerbe bei den Südwestdeutschen Meisterschaften in Zweibrücken gewonnen. Eine zusätzliche Silbermedaille holte Juniorin Carolin Breitwieser.

Vorjahressiegerin Lili Plaga hatte nach fast einem Jahr Trainingspause auf ihrem Weg zur Titelverteidigung allerdings sichtlich Mühe. Schon im ersten Gefecht der Direktausscheidung brauchte sie viel Geduld, um ihre Gegnerin Emily Kissel (Maxdorf) zu besiegen. Beim zwischenzeitlichen Stand von 6:6 fand sie endlich ein Rezept und setzte sich am Ende klar 15:8 durch. Noch mehr Probleme bereitete ihr Svenja Voigt (Zweibrücken) im Halbfinale. Das Gefecht ging über die volle Distanz von dreimal drei Minuten, und erst fünf Sekunden vor Schluss fiel der erlösende Treffer zum 15:14 für Plaga.

Der zweiten Friesenheimerin im Feld, Carolin Breitwieser, war der Weg ins Finale leichter gefallen. Und diese Leichtigkeit war es auch, die ihr zunächst eine 6:3-Führung im vereinsinternen Duell einbrachte. Plaga steckte jedoch nicht auf, setzte stattdessen gleich fünf Einzeltreffer in Folge und drehte den Rückstand zu einer 8:6-Führung. Nun musste Breitwieser angreifen – und spielte Plaga damit in die Karten. Souverän parierte sie ihre Mannschaftskollegin ein ums andere Mal und holte sich mit 15:11 den Südwest-Titel. Lili Plagas Bilanz nach fünf Landesmeisterschaften liest sich eindrucksvoll: dreimal Gold, einmal Silber und einmal Bronze. Breitwieser dagegen muss nach ihrer Silbermedaille weiter auf ihren ersten Aktiven-Titel warten.

Ritthaler überrascht sich selbst

E20181117 2inen „Sahnetag“ erwischte Gernoth Ritthaler im Herrendegen. Von Turnierstart bis -ende war er der beste Mann im Feld. In der Vorrunde gewann er alle seine Gefechte, setzte 30 Treffer und kassierte gerade einmal acht. Als Nummer eins ergatterte er ein Freilos für die 32er-Direktausscheidung. Im Achtelfinale ließ er seinem Gegner Christian Kempe (Zweibrücken) beim 15:5 keine Chance. Im Viertel- und Halbfinale bewies der Routinier Nervenstärke: Zunächst schaltete er Ralf Plechinger (Speyer) 15:13 aus. Anschließend besiegte er dessen Vereinskameraden Alexey Mokin mit gleichem Ergebnis.

Und auch Ritthalers dritter Gegner aus Speyer in Folge, Christian Plechinger, konnte ihn nicht schlagen. Von Beginn an ging der Friesenheimer ein hohes Tempo, setzte sich schon im ersten Drittel mit 10:3 ab. Plechinger kam zwar besser in den zweiten Durchgang, war letztendlich aber chancenlos. Mit 15:8 sicherte sich Ritthaler den Südwest-Titel und war am Ende ziemlich sprachlos. „Ich habe selber nicht damit gerechnet“, sagte der 45-Jährige, der in diesem Jahr nur ein einziges Turnier gefochten hatte. Die Finalrunde verpassten hingegen Daniel Plaga und Julian Hubach, die auf den Plätzen zehn und elf landeten. Eine Runde vorher noch war Cédric Tippelt ausgeschieden. Er erreichte Rang 18.

Damen-Team souverän zum Titel

 

Im Anschluss20181118 1 an das Einzel wurden die Mannschafts-Wettkämpfe ausgetragen. Dieses Jahr waren im Herrendegen sechs Teams vertreten. Die TSG hatte direkt zum Auftakt mit dem TSV Speyer einen schweren Brocken gegenüber. Deren Fechter Alexey Mokin, Christian und Ralf Plechinger hatten im Einzel die Plätze zwei, drei und sieben belegt. Speyer wurde seiner Favoritenrolle gerecht, lag nach drei Gefechten bereits mit fünf Treffern in Front. Auch Einzel-Sieger Ritthaler vermochte es nicht, den Rückstand noch einmal zu verkleinern. 35:45 hieß es am Ende aus TSG-Sicht, gleichbedeutend mit dem Aus im Viertelfinale.

Die Damen dagegen holten die dritte Goldmedaille für Friesenheim an diesem Tag. Nachdem das Team in den Vorjahren stets kampflos Südwestmeister wurde, stellte das Fechtzentrum Maxdorf diesmal eine Mannschaft. Doch den Nachwuchsfechterinnen fehlte die Erfahrung. Gleich dreimal konnten sie die Kampfrichterentscheidung auf Passivität trotz klaren Rückstandes nicht verhindern. Und als den Maxdorferinnen in den letzten zwei Gefechten die Zeit weglief, wurden sie von den TSG-Damen eiskalt ausgekontert. 45:24 endete das Finale, Lili Plaga, Carolin Breitwieser und Sonja Tippelt sicherten sich damit das Ticket zur Deutschen Mannschaftsmeisterschaft in Leipzig. dpla

 

Unterkategorien