Glatter Durchmarsch

TSG Friesenheim gewinnt Deutsche Seniorenmeisterschaft im Degenfechten
Erfurt / 10.11.2018

20181111 Grupppe kleinGleich im ersten Anlauf hat sich das Damendegen-Team der TSG Friesenheim den Titel bei den Deutschen Senioren-Mannschaftsmeisterschaften (DSMM) gesichert. Nie zuvor hatte die TSG an den DSMM teilgenommen. Der Grund: Das Mindestalter aller Starterinnen musste addiert 140 Jahre betragen. Renate Alles, Bettina Fichtel, Karen Neuhaus und Sonja Tippelt erfüllten nun diese Voraussetzung und ließen von Beginn an keine Zweifel daran, wer an diesem Tag die beste Mannschaft war. Sie beendeten das Turnier mit einer beeindruckenden Bilanz von 30 Siegen bei nur fünf Niederlagen.

Nachdem sowohl Alles als auch Neuhaus unter der Woche das Training wegen Rückbeschwerden hatten abbrechen müssen, waren die Zweifel groß, wie weit es bei den Titelkämpfen reichen würde. Ein guter Gratmesser war daher das Auftaktgefecht, denn den vier Degenfechterinnen stand mit dem FC Leipzig direkt einer der Turnierfavoriten gegenüber. Die Mannschaftskämpfe wurden im Modus „Best-of-Nine“ ausgetragen. Wer zuerst fünf Siege auf dem Konto hatte, gewann die Begegnung. In der Vorrunde mussten beide Teams jedoch unabhängig vom Ergebnis alle Duelle ausfechten, da das Verhältnis von Siegen zu Niederlagen für die Setzung der Direktausscheidung entscheidend war. Leipzig konnte das Gefecht bis zum Stand von 2:3 offen gestalten, dann zog Friesenheim davon. Mehr als zwei Siege ließ das Team nicht zu und setzte sich klar mit 7:2 durch. Noch deutlicher war das Ergebnis des zweiten Vorrundenkampfs gegen die Startgemeinschaft Nordhorn/Osnabrück: 8:1 hieß es am Ende, und das, obwohl Top-Fechterin Renate Alles sich eine Pause gönnte und auf der Bank blieb. Für sie war Sonja Tippelt auf die Bahn gegangen und hatte alle ihre Gefechte gewonnen.

Auf Rang eins gesetzt zogen die Ludwigshafenrinnen in die Direktausscheidung ein. Im Viertelfinale gab es ein Wiedersehen mit der an Position acht gesetzten STG Nordhorn/Osnabrück, die beim 5:0 erneut chancenlos blieb. Auch das anschließende Halbfinale wurde auf dem Papier eine einseitige Angelegenheit: Der Fechtclub Leipzig musste sich 0:5 ge

schlagen geben. Die einzelnen Gefechte waren allerdings knapper, doch die TSG-Damen zeigten in dieser Begegnung ihre Nervenstärke. Sie gewannen gleich drei ihrer fünf Gefechte mit nur einem Treffer Vorsprung.

Das Finale schließlich wurde spannender. Nachdem die TSG bereits 3:0 in Führung lag, schlugen ihre Gegnerinnen der EFG Essen zurück. Frauke Hohlbein setzte mit ihrem 5:1-Sieg gegen Renate Alles ein dickes Ausrufezeichen – die EFG gab sich noch nicht geschlagen. Doch Karen Neuhaus ließ die Hoffnungen der Essener im Keim ersticken. Mit 5:1 besiegte sie

zunächst Kerstin von Toll. Und nach einem weiteren TSG-Ausrutscher (4:5) ließ Neuhaus auch Nummer-Eins-Fechterin Hohlbein keine Chance, sicherte ihrem Team den Titel und krönte sich zugleich mit drei Siegen aus drei Gefechten zur Matchwinnerin.

Mit einer überragenden Bilanz von 30:5 beendete die TSG Friesenheim das Turnier und feierte die Goldmedaille. „Unsere Gegner sind ganz schön frustriert“, sagte Team-Kapitänin Renate Alles am Rande der Siegerehrung und ergänzte: „Wir haben von Beginn an einfach überragend gefochten und keine Zweifel daran gelassen, dass wir heute das beste Team in der Halle waren.“ Der Titel ist ein gutes Vorzeichen für die neue Deutschlandpokal-Saison, die am 26. November startet. In der Günter-Braun-Sporthalle geht es für das Team gegen den TV Cannstatt. Dann wird auch Lili Plaga nach einer fast einjährigen Trainingspause wieder einsatzbereit sein. Die TSG kann nach zwei Jahren ohne Finalteilnahme wieder auf eine gute Saison hoffen. dpla

Fechter feiern doppelten Heimerfolg

Alexander Ralle und Renate Alles bei Turnieren in eigener Halle siegreich
Friesenheim (03.-04.11.2018)

Gleich drei Turniere an einem Wochenende hatte die TSG Friesenheim am Samstag und Sonntag in der Günter-Braun-Sporthalle ausgerichtet. Zwei davon endeten mit Heimsiegen. Ein glatter Durchmarsch bescherte Florettfechter Alexander Ralle den Titel beim Eduard-Krapp-Turnier in Friesenheim. Renate Alles gewann das Eulenturnier der Degenfechter.

Am Samstag machten die A-Jugendlichen im Florett den Anfang beim Eduard-Krapp-Turnier, das für die Qualifikation zu den Deutschen Meisterschaften zählte. Lokalmatador Alexander Ralle ging als Favorit ins Rennen und erfüllte diese Rolle souverän. Selbst im Finale ließ er nichts anbrennen, setzte sich gegen Moritz Borchert (TSV Bockenheim) klar mit 15:6 durch und sicherte beim Heimturnier zum ersten Mal Gold, nachdem der Frankenthaler Ferizi in den vergangenen beiden Jahren jeweils gewonnen hatte. Mit seinem Sieg baute Ralle zugleich seine Ranglistenführung weiter aus. Teamkamerad Finn Ritthaler konnte sich über Bronze freuen – er war erst im Halbfinale gegen Ralle ausgeschieden. Emil Gersch erreichte ebenfalls die Finalrunde und wurde Achter. Cem Aybars und Sebastian Schulte kamen auf die Plätze elf und zwölf. Bei den Mädchen setzte sich Charlotte Buchholtz (VT Zweibrücken) erwartungsgemäß durch. Sie gewann vor Amelie Schlüter vom Darmstädter Fechtclub. Aus Friesenheim war in diesem Wettbewerb niemand am Start.

Im Degen holte der Fechterring Hochwald einen Doppel-Erfolg. Valentino Marx setzte sich im Finale gegen Niklas Priesnitz (Fechtzentrum Maxdorf) durch. Knapp die Finalrunde verpasst hatte TSG-Fechter Cédric Tippelt. Er musste sich mit Rang fünf begnügen. Bei den Mädchen war Valentino Marx‘ Schwester Charlotte die Beste und holte den Turniersieg gegen ihre Mannschaftskollegin Chiara Haas.

Am Sonntag starteten die Florett-Aktiven beim Pfalzlöwen. Und nach ihrem Sieg in der A-Jugend am Vortag erreichte die 14-jährige Charlotte Buchholz auch bei den Aktiven das Finale. Doch diesmal war ihre Konkurrentin zu stark: Die elf Jahre ältere Sarah Reeb (TSG Kaiserslautern) schnappte ihr den Titel weg und holte sich ihren ersten Pfalzlöwen. Bei den Herren ging die Trophäe nach Speyer, an Dennis Mosbach, der sich gegen Florian Ferizi (TG Frankenthal) durchgesetzt hatte. Bester TSG-Fechter im Feld war Alexander Ralle auf Position acht. Benjamin Keller landete auf Rang 15.

Losglück für Renate Alles

Parallel zum Florett starteten am Sonntag die Degen-Aktiven beim Friesenheimer Eulenturnier. Im Gegensatz zu den beiden anderen Formaten stand hier vor allem der Spaß im Vordergrund. Ausgetragen wurde es als Sie-und-Er-Turnier, das heißt, eine Dame und ein Herr werden zusammengelost und traten als Team an. Losglück hatte TSG-Fechterin Renate Alles: Sie durfte mit Robert Schmier (Heidelberger Fechtclub) antreten, dem klar besten Herren im Feld. Gemeinsam sicherten sich die beiden den Titel. In der Einzelwertung gewann Schmier vor Gernoth Ritthaler. Dieser hatte mit Sonja Tippelt ein reines TSG-Team gebildet. Als Mannschaft belegten sie Rang zwei, Tippelt kam bei den Damen auf Position vier. Renate Alles wurde Zweite, hinter Laura Schmidt-Thomeé vom Heidelberger Fechtclub. Trotz ihrer vielen Siege und Platz eins in der Einzelwertung reichte es für Schmidt-Thomée mit ihrem zugelosten Partner Gert Wörle (Frankfurter TV) nur zu Rang drei im Gesamt-Klassement. dpla

 

Juniorin besiegt Altmeisterin

Fechterin Carolin Breitwieser gewinnt 50. Auflage des Karlsbergturniers gegen Renate Alles
Homburg/Saar

PHOTO 2018 10 21 18 25 48Mit einem 15:14-Erfolg hat sich Degenfechterin Carolin Breitwieser von der TSG Friesenheim am vergangenen Wochenende den Sieg beim 50. Karlsbergturnier in Homburg/Saar gesichert. Im Finale setzte sie sich knapp gegen ihre Teamkameradin Renate Alles durch.

Dabei hatte Breitwieser schon ein Turnier und etliche Fahrtkilometer in den Knochen, als sie in Homburg ankam. Am Samstag war sie bereits beim Nord-Ostsee-Pokal in Bad Segeberg gestartet, einem hochkarätig besetzten Junioren-Qualifikationsturnier für die Deutsche Rangliste. Unter 84 Starterinnen war sie auf einem respektablen 26. Platz gelandet und erst gegen die spätere Zweite, Alexandra Zittel aus Heidenheim, 9:15 ausgeschieden. Dass es nur einen Tag später in Homburg für ganz vorne reichen würde, damit hatte die 19-Jährige selbst nicht gerechnet.

Denn bereits in der Vorrunde lief nicht alles rund. Mehrmals kassierte Breitwieser unnötige Treffer, blieb dennoch ohne Niederlage, ebenso wie Renate Alles. Auf den Positionen drei und vier gesetzt ging es in die 16er-Direktausscheidung, und während Alles mühelos 15:8 gewann, quälte sich Breitwieser zu einem 15:12-Sieg. Die dritte Friesenheimerin am Start, Sonja Tippelt, musste sich nach ihrer 14:15-Auftaktniederlage im K.o. mit Rang neun zufrieden geben.

Im Viertelfinale trafen die TSGlerinnen auf deutlich stärkere Konkurrenz. Renate Alles hatte es mit einer der Besten im Feld, Danielle Trittelvitz (TG Rohrbach), zu tun. Erst nach Zeitablauf setzte sich Alles knapp 13:11 durch. Noch spannender machte es Breitwieser in ihrem Gefecht gegen Carolin Kolb (PSV Karlsruhe), das sie hauchdünn 15:14 für sich entschied. Mit gleichem Ergebnis gewann sie auch das Halbfinale, dieses gegen Sarah Reeb (TSG Kaiserslautern). Alles setzte sich 15:12 gegen Alina Heckel (PSV Karlsruhe) durch.PHOTO 2018 10 21 18 26 03

Und es passte zur Dramatik ihres Laufs, dass Breitwieser auch das dritte Gefecht in Folge 15:14 gewann. Erst im zweiten Drittel des Finals hatte sich die Juniorin mit zwei Treffern absetzen können. Doch beim Stand von 14:12 zeigte Altmeisterin Alles nochmal ihre ganze Klasse und glich zum 14:14 aus. Das glücklichere Händchen schließlich hatte die rund 30 Jahre jüngere Breitwieser, die damit zum ersten Mal das Karlsbergturnier in der Aktiven-Klasse gewann.

Bei den Herren zeigte Cédric Tippelt einen mutigen Auftritt. Der 14-Jährige erreichte bei den Erwachsenen die Direktausscheidung, schied dann aber knapp 11:13 gegen Bastian Hans (TG Rohrbach) aus und wurde 23. dpla

 

 

Ralle bezwingt seinen Dauerrivalen

Florettfechter der TSG Friesenheim gewinnt Junioren-Titel bei Südwestmeisterschaft
Frankenthal/Friesenheim.

20180923 Ralle FeriziFlorett-Spezialist Alexander Ralle hat dem Final-Fluch gegen Dauerrivalen Florian Ferizi (TG Frankenthal) ein Ende gesetzt. Der Friesenheimer bezwang seinen zwei Jahre älteren Kontrahenten bei den Südwestmeisterschaften 15:14 und sicherte sich damit den Titel.

Dabei hatte er es im Turnierverlauf mit keinen leichten Gegnern zu tun. Schon im Viertelfinale traf er auf seinen härtesten Ranglisten-Konkurrenten der A-Jugend in Südwest, Moritz Borchert (Bockenheim), den er 15:12 besiegen konnte. Im Halbfinale wartete mit Emil Knerr (Zweibrücken) der Gegner, der ihn im Vorjahr geschlagen hatte. Doch diesmal ging der Sieg an den Ralle: Mit 15:10 zog er in das Finale ein.

Dass er dort Florian Ferizi gegenüberstehen würde, war keine Überraschung. Der Vorjahressieger aus Frankenthal dominierte seit Monaten das Florett-Geschehen im Landesverband. Ralle allerdings hatte sich schon vergangene Woche bei seinem Turniersieg in Speyer in guter Form gezeigt. Es wurde ein hochspannender Schlagabtausch mit dem besseren Ende für den Friesenheimer. Beim Stand von 14:11 sah Ralle schon wie der sichere Sieger aus, doch Ferizi glich zum 14:14 aus. Nervenstark entschied der TSGler dann doch noch das Gefecht für sich und holte nach Platz drei im Vorjahr erstmals den Junioren-Titel – und das noch als A-Jugend-Fech20180923 Schuler Mannschaft 2ter.

Für eine weitere Überraschung an diesem Tag sorgte der um ein Jahr jüngere A-Jugendliche Finn Ritthaler mit dem Gewinn der Bronzemedaille. Er zeigte eine starke Leistung und schied erst im Halbfinale 5:15 gegen Ferizi aus. Emil Gersch kam auf Rang neun.

Die Schüler-Mannschaft mit Emma Oberthür, Hanna Schabacker und Sena Ispiroglu erreichte mit einem Sieg über Zweibrücken und einer Niederlage gegen Frankenthal den zweiten Platz.

Breitwieser erneut top

Keine Blöße gab sich außerdem Carolin Breitwieser im Degen. Sie wiederholte ihren Vorjahreserfolg und sicherte sich den Titel der Juniorinnen. Sie gewann die Südwestmeisterschaft ohne eine einzige Niederlage. Im Finale deklassierte sie Letizia Böhle (Maxdorf) mit 15:4. Mit Rang fünf und sechs erreichten Julian Hubach und Cédric Tippelt bei den Herren ebenfalls gute Platzierungen. Als jüngster A-Jugend-Jahrgang im Feld schaffte es Tippelt sogar fast, dem späteren Gesamtsieger Niklas Priesnitz zu besiegen – im Viertelfinale unterlag er knapp mit 12:15. In der AK 50 ging der Titel mangels Konkurrenz kampflos an Sonja Tippelt. dpla