Bettina Fichtel erreicht WM-Finalrunde
Friesenheim / Dubai / November 2025
Mit Bettina Fichtel und S
onja Tippelt waren in diesem Jahr gleich zwei Fechterinnen der TSG Friesenheim für die Weltmeisterschaft der Veteranen qualifiziert. 2023 konnte Sonja Tippelt mit der deutschen Mannschaft WM-Gold gewinnen. 2024 hatte sich Bettina Fichtel diesen Traum erfüllt. Bei der diesjährigen WM in Bahrain reichte es jedoch für keine von beiden zu Edelmetall.
Dabei sah anfangs alles richtig gut aus. Die Degenspezialistinnen der TSG Friesenheim gingen bei den Titelkämpfen von Beginn an konzentriert ans Werk und gewannen jeweils fünf aus sechs Duellen der Vorrunde. Tippelt zog an Position sieben gesetzt in die Direktausscheidung ein, Fichtel lag auf Rang 14. Nach zwei Siegen im K.o. schied Sonja Tippelt in der Runde der letzten 32 aus. Sie musste eine bittere 9:10-Niederlage gegen die Schweizerin Corinne Fleury hinnehmen und beendete das Turnier auf einem guten 18. Platz.
Bettina Fichtel ließ in drei aufeinander folgenden Gefechten keiner ihrer Gegnerinnen eine Chance. Erst setzte sie sich 10:3 gegen die Kanadierin Marie-Claire Belanger durch, anschließend 10:1 gegen Agnieszka Stanczyk aus Polen und schließlich 10:7 gegen Carole Charroy aus Frankreich. Es musste schon die zukünftige Weltmeisterin kommen, um diesen beeindruckenden Lauf zu stoppen. Die US-Amerikanerin Kristin Foellmer ging mit 10:7 als Siegerin von der Planche und sicherte sich anschließend den WM-Titel. Für Bettina Fichtel reichte es am Ende knapp nicht für Edelmetall – sie musste sich mit Rang sieben begnügen, nachdem sie bereits vor einem Jahr in der Finalrunde als Achte ausgeschieden war.
Auch mit der deutschen Mannschaft klappte es dieses Jahr nicht mit einem Platz auf dem Treppchen. Nach einem klaren 45:28-Auftaktsieg gegen Kasachstan unterlag Deutschland der Schweiz. Fast aussichtslos mit 15 Treffern Rückstand lag das deutsche Team nach sechs von neun Gefechten zurück, kämpfte sich dann nochmal bis auf vier heran. Bettina Fichtel kam im letzten Duell aber nicht über ein 7:7 hinaus und konnte die 41:45-Niederlage nicht mehr verhindern. Bei den anschließenden Siegen über Österreich (45:39) und die unter neutraler Flagge startenden Russinnen (45:37) zeigte das Team Moral und konnte auf Platz fünf erhobenen Hauptes die Heimreise antreten. dpla
