Maya Ehret erreicht DM-Achtelfinale

Nachwuchsfechterin der TSG Friesenheim mit starkem Auftritt bei Titelkämpfen

Friesenheim / Mai 2026

Maya Ehret Renate Alles
Bei der Deutschen Meisterschaft der Altersklasse U15 konnte Maya Ehret ein echtes Ausrufezeichen setzen. Das Degen-Talent der TSG Friesenheim räumte bei ihrem Weg durch die Direktausscheidung gleich zwei Hochkaräter aus dem Weg und belohnte sich mit einem starken 15. Platz unter 70 Starterinnen.

Mit vier Siegen aus sechs Gefechten schaffte es Maya auf Rang 18 der vorläufigen Setzung der Direktausscheidung. Ihr persönliches Highlight war der Sieg gegen die spätere Deutsche Meisterin Aura Strachun vom Olympischen Fechtclub Bonn, die kein anderes Gefecht im gesamten Turnierverlauf verloren hatte.

Ihr erstes K.o.-Duell bestritt Maya gegen Stella Sofie Breitbach (EFG Essen), das sie knapp 15:14 gewinnen konnte. Anschließend ging es gegen Charlotte Tamina von Loh (Quernheimer FC), gegen die sie im Jahr zuvor bei der U13 DM in Heidenheim ausgeschieden war – von Loh hatte später Silber geholt. Maya Ehret bewies ein weiteres Mal Nervenstärke und setzte sich 15:14 durch. Im Achtelfinale war die spätere Drittplatzierte, Charlotte Englert von Eintracht Frankfurt, zu stark. Maya Ehret schied mit einer 10:15-Niederlage aus, konnte auf Platz 15 bei ihrer ersten DM-Teilnahme in der höheren Altersklasse aber mächtig stolz sein. Schon eine Woche zuvor hatte sie bei der U17-DM in Bielefeld mit Rang 30 überzeugen können.

Eine gute Leistung zeigte auch Lena Münstermann, die sich buchstäblich in letzter Minute für die DM qualifiziert hatte. Sie holte ebenfalls vier Siege aus sechs Vorrundengefechten, musste dann jedoch eine knappe 10:11-Niederlage nach Zeitablauf gegen Carla Basso von der SportVg Feuerbach hinnehmen, obwohl sie einen zwischenzeitlichen Vier-Treffer-Rückstand aufholen konnte. Lena beendete das Turnier auf Position 36. Bei den Jungs hatten sich Silas Herrmann und Benedikt Ziegler für die Titelkämpfe der U15 in Leverkusen qualifiziert. Beide schieden jedoch bereits in der Vorrunde aus. Emma Oberthür kam in der Altersklasse U20 auf Rang 40. Nach einer durchwachsenen Vorrunde mit drei Siegen bei drei Niederlagen unterlag sie in ihrem ersten Gefecht der Direktausscheidung 9:15 gegen Maria Herz vom Heidenheimer SB. dpla

Bettina Fichtel ist Mannschafts-Europameisterin

Fechterin der TSG Friesenheim gewinnt Gold bei Veteranen-EM

Friesenheim./ Mai 2026

20260513 Fichtel neuMit dem Sieg vor zwei Jahren bei der Mannschafts-Weltmeisterschaft war Bettina Fichtel ihr bis dato größer Erfolg gelungen. Nun wollte sie auch auf europäischem Parkett angreifen. Im französischen Cognac ging die deutsche Delegation mit fast gleicher Besetzung wie schon bei der WM 2024 an den Start, und die Aussichten waren vielversprechend: Carolin Marheineke (Heidelberg) ist amtierende Einzel-Weltmeisterin der Altersklasse 50, Angela Kummich (Berlin) amtierende Europameisterin der AK70. Auch Frauke Hohlbein (AK60) vom EFG Essen und Astrid Kircheis (AK70) vom 1. FC Quadrath-Ichendor haben bereits mehrere WM- und EM-Titel gewonnen.

Es war also kaum überraschend, dass die deutschen Damen mit drei klaren Siegen über Finnland (45:23), Frankreich (45:36) und die Schweiz (45:15) ihre Vorrunde dominierten. Sie erlaubten sich dabei sogar den Luxus, alle fünf Fechterinnen im Wechsel einzusetzen. Im Viertelfinale traf das Team auf die Niederlande und konnte sich bereits im zweiten Gefecht klar mit 10:4 absetzen. Bettina Fichtel vergrößerte den Abstand im vierten Gefecht auf 20:8. Mit der komfortablen Führung im Rücken brachte die deutsche Mannschaft den Sieg sicher mit 45:25 ins Ziel. Ähnlich eindeutig verlief das anschließende Halbfinale gegen Frankreich, das man schon in der Vorrunde geschlagen hatte. Marheineke startete mit 3:0, Fichtel legte ein 6:1 nach. Kircheis verlor zwar im dritten Duell zwei Treffer, doch von den folgenden sechs Gefechten gab das deutsche Team kein einziges mehr ab und setzte sich klar 45:27 durch.

Das Finale gegen Italien begann dagegen mit einem 0:3-Rückstand, den Astrid Kircheis mit einer sehr konzentrierten Vorstellung in eine 4:3-Führung drehen konnte. Fichtel legte zwei Treffer zum zwischenzeitlichen 8:5 nach. Erneut Kircheis und anschließend Marheineke bauten den Vorsprung weiter aus, sodass Deutschland nach fünf von neun Gefechten 11:5 vorne lag. Im sechsten und siebten Aufeinandertreffen kam Italien jeweils um einen Treffer heran, sodass es beim Stand von 21:17 in die beiden finalen Duelle ging. Frauke Hohlbein zeigte dann ihre ganze Klasse und brachte Deutschland dank eines 6:2-Erfolgs auf die Siegerstraße. Carolin Marheineke ließ ebenfalls ein deutliches 6:2 folgen zum Endstand von 33:21 – Deutschland war Europameister!

Nach WM-Gold 2024 holt Bettina Fichtel damit zwei Jahre später auch den EM-Titel. Die Degenfechterin der TSG Friesenheim komplettiert ihre eindrucksvolle Titelsammlung, nachdem sie auf internationalem Parkett immer wieder knapp an Gold vorbeigeschrammt war. dpla

Last-Minute-Qualifikation für Deutsche Meisterschaft

Fechterin Lena Münstermann reicht Platz drei in Homburg

Friesenheim/Homburg / April 2026

In wahrlich letzter Minute hat sich Lena Münstermann für die Deutsche Meisterschaft der U15 in Leverkusen qualifiziert. Der Degenfechterin der TSG Friesenheim griff beim letzten Qualifikationsturnier vor den nationalen Titelkämpfen zum letzten Strohhalm und startete nicht nur in ihrer Altersklasse U15, sondern auch in der höheren U17, um sich im Erfolgsfall mehr Ranglistenpunkte zu sichern. Die Rechnung ging auf, Münstermann holte U17-Bronze. Teamkameradin Maya Ehret gewann das Turnier und wird als Ranglistenerste ebenfalls in Leverkusen starten.

Lena Münstermann musste beim Smile-Best-Cup in Homburg mehr Punkte holen als ihre Konkurrentin Agrima Pandey von der TG Mainz-Gonsenheim. Die schied in der U15 bereits im Viertelfinale aus, doch Münstermann konnte ihre Chance zunächst nicht nutzen. Sie unterlag ebenfalls im Viertelfinale. 8:9 hieß es nach Verlängerung, Münstermann kam auf Rang sechs. In der höheren Altersklasse gelang ihr dann das Kunststück, Eliana Schneider von Ausrichter Homburg 15:14 in die Knie zu zwingen. Schneider hatte zuvor in der U15 gewonnen. Dieser Sieg bedeutete Bronze und damit genug Punkte, um auf Platz zwei der Rangliste vorzurücken. Die anschließende Halbfinal-Niederlage gegen Aiana Hussung (TV Homburg) wog deshalb nicht schwer. Maya Ehret, die bereits sicher qualifiziert war, schlug Hussung im Finale 15:12 und holte sich den Turniersieg.

Emilia Benz, die in der U17 Platz acht erreicht hatte, überraschte in der Seniors-Wertung mit Bronze. Erst Mannschaftskameradin Emma Oberthür konnte die 2010 geborene Benz im Halbfinale stoppen. Oberthür sicherte sich den Turniersieg durch ein 13:11 nach Zeitablauf gegen die genau 30 Jahre ältere Kathrin Richter vom Fechterring Hochwald. Richter hatte im Halbfinale Friesenheims Altmeisterin Renate Alles 15:11 geschlagen. Alles holte damit die dritte von vier möglichen Medaillen für die TSG Friesenheim in nur einem Wettbewerb.

Bei den Jungs verpasste Silas Herrmann das Podium knapp. Er unterlag Leo Strohschein vom Fechtzentrum Maxdorf hauchdünn 14:15 und landete auf Rang acht der U17. Eine Runde zuvor war Benedikt Ziegler ausgeschieden – er beendete das Turnier auf Position elf. dpla

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