Fechterin Lena Münstermann reicht Platz drei in Homburg
Friesenheim/Homburg / April 2026
In wahrlich letzter Minute hat sich Lena Münstermann für die Deutsche Meisterschaft der U15 in Leverkusen qualifiziert. Der Degenfechterin der TSG Friesenheim griff beim letzten Qualifikationsturnier vor den nationalen Titelkämpfen zum letzten Strohhalm und startete nicht nur in ihrer Altersklasse U15, sondern auch in der höheren U17, um sich im Erfolgsfall mehr Ranglistenpunkte zu sichern. Die Rechnung ging auf, Münstermann holte U17-Bronze. Teamkameradin Maya Ehret gewann das Turnier und wird als Ranglistenerste ebenfalls in Leverkusen starten.
Lena Münstermann musste beim Smile-Best-Cup in Homburg mehr Punkte holen als ihre Konkurrentin Agrima Pandey von der TG Mainz-Gonsenheim. Die schied in der U15 bereits im Viertelfinale aus, doch Münstermann konnte ihre Chance zunächst nicht nutzen. Sie unterlag ebenfalls im Viertelfinale. 8:9 hieß es nach Verlängerung, Münstermann kam auf Rang sechs. In der höheren Altersklasse gelang ihr dann das Kunststück, Eliana Schneider von Ausrichter Homburg 15:14 in die Knie zu zwingen. Schneider hatte zuvor in der U15 gewonnen. Dieser Sieg bedeutete Bronze und damit genug Punkte, um auf Platz zwei der Rangliste vorzurücken. Die anschließende Halbfinal-Niederlage gegen Aiana Hussung (TV Homburg) wog deshalb nicht schwer. Maya Ehret, die bereits sicher qualifiziert war, schlug Hussung im Finale 15:12 und holte sich den Turniersieg.
Emilia Benz, die in der U17 Platz acht erreicht hatte, überraschte in der Seniors-Wertung mit Bronze. Erst Mannschaftskameradin Emma Oberthür konnte die 2010 geborene Benz im Halbfinale stoppen. Oberthür sicherte sich den Turniersieg durch ein 13:11 nach Zeitablauf gegen die genau 30 Jahre ältere Kathrin Richter vom Fechterring Hochwald. Richter hatte im Halbfinale Friesenheims Altmeisterin Renate Alles 15:11 geschlagen. Alles holte damit die dritte von vier möglichen Medaillen für die TSG Friesenheim in nur einem Wettbewerb.
Bei den Jungs verpasste Silas Herrmann das Podium knapp. Er unterlag Leo Strohschein vom Fechtzentrum Maxdorf hauchdünn 14:15 und landete auf Rang acht der U17. Eine Runde zuvor war Benedikt Ziegler ausgeschieden – er beendete das Turnier auf Position elf. dpla
Friesenheims Veteraninnen feiern Erfolge in Mainz
Friesenheim/Mainz April/2026
Mit einer fast schon unheimlichen Dominanz hat sich Bettina Fichtel von der TSG Friesenheim den Titel bei den Deutschen Meisterschaften der Veteraninnen in der Altersklasse 60 gesichert. Die Sportdozentin marschierte regelrecht durch das Turnier und ließ keiner ihrer Gegnerinnen auch nur den Hauch einer Chance.
Mit fünf Siegen aus fünf Vorrundengefechten und einem Trefferindex von +15 gab Bettina Fichtel vom Start weg den Ton an. Nach einem Freilos im 32er-K.o. besiegte sie zunächst Renate Ulm vom TV Augsburg mit 15:4. Anschließend deklassierte sie Halka Tuschen (Osnabrück) glatt 15:0. Auch das Finale war eine klare Angelegenheit: Gegen die Heidelbergerin und frisch gebackene Einzel- und Mannschafts-Weltmeisterin Carolin Marheineke gewann Fichtel klar 15:6 und holte sich damit den DM-Titel.
In der AK50 verpasste Renate Alles nur knapp eine Medaille. In der Finalrunde der letzten Acht unterlag sie Gesche Riemers vom ETV Hamburg hauchdünn 5:6 nach Zeitablauf. Ihr fünfter Platz unter 31 Starterinnen ist dennoch als großer Erfolg zu bewerten, nachdem Alles aufgrund von anhaltenden Rückenproblemen seit 2022 kein größeres Turnier mehr bestritten hatte. Sonja Tippelt erreichte in derselben Altersklasse Rang 13. Sie war im Achtelfinale ebenfalls an Reimers gescheitert. dpla
Nachwuchs sticht bei Qualifikationsturnier
Friesenheim/Mainz April/2026
L
ena Münstermann hat die Mainzer Stadtmeisterschaften in der Altersklasse U15 gewonnen. Für die Fechterinnen und Fechter der TSG Friesenheim war dies die einzige Goldmedaille von den insgesamt acht, die sie holten. Es hätten zwei goldene mehr werden können, doch eine Fechterin aus den Niederlanden hatte etwas dagegen.
Mit ihrem Sieg sicherte sich Lena Münstermann wichtige Ranglistenpunkte und schob sich bis auf Position drei im Südwesten vor. Die Nachwuchsfechterin der TSG hatte in Mainz alle Gefechte der Vorrunde gewonnen. In der Direktausscheidung konnte sie sich gegen Nika Jacobs 15:13 und Janna Oberkircher (beide TG Mainz-Gonsenheim) mit 15:12 durchsetzen, ehe sie Finalgegnerin Abbie Dietz vom Fechtzentrum Maxdorf 15:8 besiegte.
In der U17 holte Maya Ehret Bronze, nachdem sie erst im Halbfinale der späteren Gesamtsiegerin Franka Oberkircher 12:15 unterlegen war. Nikola Maria D’Onghia kam auf Rang acht. Weitere gute Platzierungen gab es in der U20. Emma Oberthür und Maya Ehret waren beide auf Goldkurs, doch die Niederländerin Veronique Kocken vom SV Scaramouche machte die Pläne der TSG-Mädchen zunichte. Im Halbfinale schaltete sie erst Emma 15:9 aus, im Finale setzte sie sich 15:10 gegen Maya durch. So blieb es bei Silber für Maya Ehret und Bronze für Emma Oberthür. Als eine der jüngsten Teilnehmerinnen im Feld erreichte Lena Münstermann die Finalrunde und kam auf einen respektablen sechsten Rang. Emilia Benz beendete das Turnier auf Position neun.
Bei den altersoffenen „Seniors“ war es erneut Kocken, die Friesenheimer Gold verhinderte. Emma Oberthür hatte sich nach einem starken Lauf der 32er-Direktausscheidung bis ins Finale vorgekämpft, fand aber auch im zweiten Anlauf kein Rezept gegen die Niederländerin und unterlag 8:15. In der U13 der Mädchen landeten Mirja Herrmann und Nellie Sauer auf den Rängen zehn und zwölf.
Drei Mal Edelmetall holten zudem die TSG-Jungs. Silber und Bronze gewannen Jonah Abreu Tovar und Moritz Ehret in der U11. Silas Herrmann erreichte in der U17 den dritten Platz. Er war im Halbfinale knapp gegen Jakob Heckeler vom SV Böblingen ausgeschieden. Benedikt Ziegler und Damon Herring kamen zudem auf die Plätze elf und zwölf. In der U20 verpassten Silas Herrmann und Benedikt Ziegler mit den Plätzen fünf und acht jeweils knapp das Podium. dpla